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Siegen -Braunschweig

Ergebnis

Zuschauer

4 : 1

ca. 6500

Mit 4 Leuten machte man sich auf den Weg zum Spitzenspiel nach Siegen. An diesem Tag herrschte jedoch keine Freude auf das Spiel, sondern es war Trauer angesagt. „Hacky“, ein treues Mitglied der Fanszene, war am 30.03.06 verstorben. Es wurde eine große schwarze Folie am Zaun befestigt mit der weißen Aufschrift „ Hacky – Heute singt die Kurve nur für dich“ und es gab eine Trauerminute. Es wurde minutenlang nur für Hacky gesungen, das Spiel war nur zweitrangig.

 

Hier noch ein kleiner Zeitungsbericht:

Eintracht-Fanszene verliert Vaterfigur
Heute letzter Gang von „Hacky“ Meyer
 

Michael „Hacky“ Meyer ist tot. Mit dem 47 jährigen verlieren die Blau-Gelben einen größten und engagiertesten Anhänger, die Eintracht-Fangemeinde eines ihrer letzten Urgesteine und das bekannteste, vielleicht beliebteste Mitglied ihrer Fanszene überhaupt.

Jahrzehntelang hielt „Hacky“ wie er von allen gerufen wurde, seinem Verein die Treue – in guten wie in schlechten Zeiten, daheim wie auswärts. Er fehlte seit den glorreichen Bundesliga-Tagen bei fast keinem Spiel, doch sein Engagement ging noch deutlich weiter: So gehörte er zu den Mitgründern des Braunschweiger Fanprojektes und vertrat bis zu letzt die Interessen der Eintracht-Anhänger, ob gegenüber Verein und Polizei, ob als Reiseleiter oder bei persönlichen Problemen.

Der Tod von Michael Meyer hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Durch seine Arbeit im Fanprojekt kannte ich Hacky persönlich und habe ihn geschätzt. Er wird uns fehlen, sagt Eintracht Manager Wolfgang Loos. Und Michael Scholz, Fanbeauftragter der Blau-Gelben, fügt noch ergänzend hinzu: „Hacky war eine der tragenden Säulen des Fanprojektes. Eine kaum zu schließende Lücke. Wir werden Hacky vermissen und ihn stets in unserem Herzen tragen“.

Welche Bedeutdung Hacky für die Anhängerschaft der Eintracht hatte, lässt sich der Einträge in Internetforen erahnen, wo zahllose Fans der Familie ihr Beileid bekunden, ihre Trauer teilen und Anekdoten aus alten Tagen austauschen.

In den 70er-Jahren fand Hacky seine Heimat im Eintracht-Stadion, gründete 1979 den Eintracht-Fanclub „LÖWEN 79“ und war seit diesen Tagen eine der wenigen Konstanten im Fanblock. Hacky war eine Institution, nicht wegen seiner imposanten Erscheinung, sondern weil er stets für jeden Fan ein offenes Ohr oder ein nettes Wort auf den Lippen hatte.

Viele Anhänger werden Hacky Meyer heute um 11 Uhr an im Krematorium die letzte Ehre erweisen und eines dadurch deutlich machen: Er war die Vaterfigur der Fanszene und wird nicht zu ersetzen sein. Die Fans aber werden ihn bestimmt nicht vergessen!  

 

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