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Rapid Wien - Wacker Tirol

Ergebnis

Zuschauer

2 : 0

ca. 10200

Nachdem man am Münchner Bahnhof noch einige Bierchen getrunken und für die Fahrt gekauft hatte, stieg man in den Zug Richtung Wien und machte es sich erst mal im Abteil bequem. Eigentlich hatten wir geplant auf dem Weg nach Österreich zu schlafen, das konnte man jetzt aber natürlich vergessen. Wir waren gerade auf dem Weg Barfuss durch den Zug zu laufen, um die Mitfahrer zu begrüssen, als wir merkten, dass auch die nette Polizei nicht weit von uns hockte. Diese schauten aber nur verwirrt, wir waren schliesslich nicht einzigen alkoholisierten Menschen im Zug. Als der
Schaffner kam, wurden wir trotzdem aus dem Abteil geschmissen und zwar mit der Begründung, dass ein einzelner Platz reserviert war auf den wir saßen und es niemanden zugemutet werden konnte sich zu uns zu hocken.
Frechheit…als hätten wir gestunken. Wir mussten aber eh bald umsteigen, also nahmen wie es einfach mal hin und hockten uns wo anders hin. Als wir in Salzburg umstiegen, legten wir uns dann doch mal 2 Stunden schlafen, sehr zur Freude der anderen Fahrgäste. Als wir dann in Wien ankamen, suchten wir erstmal was zu Essen und landeten in einem Steakhaus. Dort stärkten wir uns erst mal für den Tag und tranken einiges.
Man gammelte den ganzen Tag in Wien vor sich hin und hatte immer wieder einige Tiefs, was die Stimmung anging und trotzdem wurds doch immer wieder lustig. In einem Fahrstuhl bekam man von einigen Mädels nur zu hören: „Sowas Ekelhaftes hab ich noch nie gerochen“… wir konnten nicht gemeint sein, immerhin haben wir uns alle 2 Stunden mit Deo geduscht. Auf jedenfall dauerte es nicht lange und man landete wieder in einer Kneipe, in der man die letzten Stunden vor dem Spiel abwartete. Dann ging es aber endlich Richtung Stadion und man sicherte sich eine Karte für 19 Euro! billig ist das nicht wirklich, dafür erwischten wir aber schön neutrale Plätze, an denen man alles genau beobachten konnte. Rapid bot eine recht einfache Choreo, die aber sehr sehenswert war… nettes Bild. Wacker schwenkte „nur“ Fahnen, machte aber lautstark auf sich aufmerksam. Überhaupt, die Stimmung im Stadion war richtig gut und beide Fanlager konnten sich gut verkaufen. Ständig war Bewegung in den Blöcken und auch die Fahnen wurden durchgehend geschwänkt. Der ganze Rapid Block beteiligte sich am Support, in Deutschland gibt’s es sowas eher selten. Die Wacker Lieder kamen uns doch sehr bekannt vor, das meiste wurd wohl aus Frankfurt oder Bergamo übernommen… was ja auch nicht verboten ist. Rapid überzeugte durch guten Support und Wacker machte durch viele Pöbeleinheiten auf sich aufmerksam. Die Ordner und Polizei ließ im Stadion viel bzw. alles durchgehen. Es wurden Becher geworfen und andere Nettigkeiten ausgetauscht. Man konnte sich im Block frei bewegen – auch sowas sieht man in Deutschland fast nie. Das Spiel selbst war auch sehr attraktiv und Rapid gewann glücklich mit 2-0. Da hatte Rapid ja richtig Schwein gehabt, Austria verlor an diesem Tag nämlich auch zur Freude der Heimfans. Als die Ergebnisse aus der Deutschen Bundesliga durchgegeben wurden, feierte auch das ganze Stadion die Niederlage der Bayern. Nach dem Spiel wurde nur noch ein bißchen gepöbelt, sinnlose Aktionen schliesslich wäre im und um das Stadion eh nichts möglich gewesen. Wir machten uns wieder auf den Weg in die Kneipe, in der wir auch vor dem Spiel waren und tranken weiter. Irgendwann wurde dann das Geld knapp und man entschied sich am Bahnhof weiter zu warten. Auf dem Wiener Bahnhof hatte sich sich nun viel
Gesocks angesammelt, die alle Kohle haben wollten. Da fragten sie ja die
Richtigen… Als wir endlich in den Zug einsteigen konnten, hatten wir Pech
mit den Schlafwagen. Leider brauchten die Chinesen zu lange, um auszuchinesen und man musste wieder in einen Abteilwagen. Das letzte Bier, das man vorher noch gekauft hatte, war auch sehr bald leer und man versuchte ein paar Stunden zu schlafen, um am nächsten Tag noch von München nach Stuttgart zu kommen.

 

Rapid Wien Anhänger:

Ein sehr, sehr guter Support mit viel Abwechslung und der passenden Lautstärke. Waren sehr positiv überrascht!

 

Wacker Anhänger:

Der Block war lange nicht ausverkauft, aber für die Masse waren sie auch oft laut zu hören, auch wenn sie fast nur pöbelten. Trotzdem wars auch von ihnen ein guter Support

 

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