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Middlesbrough - FC Basel

Ergebnis

Zuschauer

4 : 1

ca. 24500

Am frühen Donnerstagmorgen ging es zu 6 mal wieder nach Frankfurt Hahn, um mit den Flieger auf die Insel zu gelangen. Da man schon relativ früh dort ankam und der Flughafen nicht gerade viele Möglichkeiten zur Freizeitausfüllung bietet, verbrachte man die Zeit eben mit Biertrinken, auch keine schlechte Beschäftigung. Nachdem man dann auch eingecheckt und das Flugzeug bestiegen hatte, konnte der Flug auch pünktlich um 6.30 losgehen, um dann nach nur einer viertel Stunde, also um 6.45, in London- Stansted schon wieder zu landen. Ging recht flott, da lohnt es sich noch nicht mal das Handy auszumachen… Nun ging es mit dem Zug erstmal in Richtung City, wo man mitten im Finanzzentrum raus kam. Nun ging die Suche nach einem schönen Platz zum Frühstücken los, welchen wir nach ca. 30 Minuten auch fanden. Da man ja für alles offen ist, bestellte man sich nun ein leckeres english Breakfast und so bekam man einen Teller mit Bohnen, Würstchen, Spiegelei, gebratenen Tomaten, Speck, labrigen Toast und Pilzen vorgelegt. Leider nur etwas zu wenig, so dass später noch mal ein Teller Bohnen mit Speck nachbestellt werden musste.
 

Gut gestärkt war nun die Frage, wie wir uns die Zeit vertreiben sollten. Da die Pubs noch nicht geöffnet waren, wollte man sich nun etwas London anschauen, lief aber innerhalb einer Stunde nur in einem Umkreis von 100 Metern immer wieder kreuz und quer über einen Platz. Da wir nun genug gesehen hatten, entschlossen wir, mit dem Bus zum Bahnhof King`s Cross zu fahren (hierbei zeigte allerdings nur Ossi, dass er eine gewisse Mentalität besitzt) und dort den nächsten Zug nach Middlesbrough zu nehmen. Nach ca. einer halben Stunde Irrfahrt durch London kam man dann auch am Bahnhof an, deckte sich noch etwas mit Bier und vier Kreditkarten ein und bestieg danach den Zug. Über die Zugfahrt gibt es eigentlich nichts Besonderes zu berichten, da die ganze Landschaft dort gleich aussieht, die Häuser übrigens auch. So kam man schließlich gegen 16 Uhr in M`boro an und machte sich erstmal auf die Suche nach den Baslern. Da man diese allerdings telefonisch nicht erreichen konnte, lief man noch etwas durch die Stadt und schließlich zum Stadion. Da dort schon zwei Busse mit Schweizer Kennzeichen standen, konnte man nun davon ausgehen, dass das Inferno und Co, sich schon in der Stadt aufhalten würde. Also gingen wir wieder zurück und siehe da, am ersten Pub, an dem man vorbeikam, regierten die Farben blau und rot. Dort ließ man sich dann erstmal nieder und trank mit den Baslern das ein oder andere Bier, später tauchten auch noch 4 Ultras aus Braunschweig auf. Ca. zwei Stunden vorm Spiel ging es dann im Kollektiv zum Stadion. Ich weiß jetzt nicht, ob es mittlerweile in Britannien Gang und Gebe ist gegen Raucher vorzugehen, doch handelt es sich bei dem Riverside Stadium um ein Nicht-Raucher Stadion und damit ist nicht gemeint, dass man dort keine Bengalos und Rauch zünden darf. Dies wird sogar noch durch eine Werbebande im Stadion unterstützt, auf der man erfahren kann, dass das vergehen dagegen mit 1000 Pfund (knapp 1500 Euro) und MINDESTENS 3 Jahren Stadionverbot bestraft wird.
 

Zu Spielbeginn zeigten die Basler etliche kleine Schwenkfahnen und Doppelhalter, dazu noch rote und blaue Luftballons. Auf der Heimseite gab es eine Blockfahne zu sehen, welche aber wohl eher zum Standard gehört. Stimmungsmäßig legten die Basler ganz gut los und waren eigentlich auch über das ganze Spiel immer am Singen. Auf der Heimseite war wie eigentlich nicht anders zu erwarten meistens tote Hose. Nur nach Torchancen gab es ein Raunen zu hören, danach ca. 30 Sekunden Rumgesinge, dies allerdings höllisch laut. Danach ließ man sich wieder auf seinem seater nieder. Vom Spiel her hätte es nicht spannender sein können, Basel ging mit 1-0 in Führung und so fühlten sich die meisten Basler schon im Halbfinale, dann allerdings das 1-1, 2-1, 3-1.. und schließlich in der Schlussminute das entscheidene 4-1. Nun stand das ganze Stadion natürlich Kopf, wohingegen sich im Gästeblock die große Enttäuschung breit machte.
Nach dem Spiel verabschiedete man sich noch von den bekannten Baslern und Braunschweigern und begab sich wieder in die City, um dort bis 24 Uhr (dann machen die Pubs dort dicht) noch ein paar Bierchen zu trinken. Die Verständigung lief auch ganz gut: Ein Engländer: „Hast du mal ein Feuerzeug für mich?“ Wir :“ Nein wir sind von Deutschland und warten auf den nächsten Zug.“ Als wir dann auf die Straße gesetzt wurden, ging es nun zum Bahnhof, wo wir bis 05.55 Uhr auf unseren Zug warten mussten. Leider wird dort der Bahnhof nachts dicht gemacht und so stand man eben knapp 6 Stunden in der Kälte rum. Das einzig positive war eigentlich, dass der Bahnhof dort wohl im Club-Viertel liegt und als die um 02 Uhr dicht machten, man die ganzen voll gesoffenen Engländer beobachten konnte, die sich immer wieder gegenseitig an die Wäsche gingen. Alles in allem war man aber nur froh, als der Bahnhof endlich öffnete und man den Zug nach London besteigen konnte. Bis auf eine kleine Panne in Cambrige, als wohl der Zug streikte und man in eine andere Bahn umsteigen musste, passierte auch hier nicht viel. Um 12.20 Uhr konnte man dann endlich in den Flieger steigen, um dann 2,5 Stunden später, also um 14.35 Uhr,  wieder in Frankfurt Hahn zu landen.

Fazit: Lieber mit dem SVW in der vierten Liga als mit Paderborn in der zweiten…, die Frauen wollten einfach nicht ihre Titten zeigen…, am Bahnhof trafen wir den hässlichsten Penner, den wir je gesehen hatten – und er redete auch noch Deutsch bzw. eher Schwäbisch…, der Frühling ist gar nicht so warm, wie man sich das vorstellt… und trotzdem… so viel nackte Haut hat man nachts noch nie gesehen und ganz England war besoffen.

 

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